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  • Amphipoda
  • CHF 72.00 / Stk

  • Autor: Florian Altermatt, Roman Alther, Cene Fi er,Vid vara

    Serie: Fauna Helvetica 32
    Verlag: CSCF & SEG
    ISBN: 978-2-88414-045-4
    Erscheinungsdatum: 2019
    Anzahl Seiten: 392
    Sprachen: Deutsch / Français
    Gewicht: 1100 gr

  • Stk

Amphipoda


 

Gewässer gehören zu den artenreichsten, gleichzeitig aber auch zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen der Schweiz (Fischer et al., 2015). Im 20. Jahrhundert wurden Gewässer vor allem durch organische Verschmutzung und Kanalisierung beeinträchtigt. Heute stellen Habitatveränderungen, Mikroverunreinigungen, Veränderungen des Abflussregimes, die klimabedingte Erwärmung und das Auftauchen invasiver Arten neue und zusätzliche Bedrohungen dar. Alle diese Veränderungen haben grosse Auswirkungen auf aquatische Organismen und Lebensgemeinschaften. So verschwinden beispielsweise einheimische Arten und funktionierende Nahrungsketten werden gestört. Aquatische Organismen werden als Indikatoren genutzt, um die Auswirkungen dieser Veränderungen auf das Ökosystem als Ganzes abzuschätzen, unter anderem für den IBCH Index (Stucki, 2010). Damit Veränderungen erkannt und verstanden werden können, sind umfassende faunistische Kenntnisse über das Vorkommen und die Verbreitung von Organismen notwendig. Zu diesem Zweck wurden in den letzten Jahren für die Schweiz für viele Gruppen aquatischer Organismen, beispielsweise Libellen, Eintagsfliegen oder Steinfliegen, Bestimmungsschlüssel, Verbreitungsatlasse und Checklisten veröffentlicht (Sartori & Landolt, 1999; Wildermuth et al., 2005; Lubini et al., 2012). Bisher fehlten jedoch umfassende faunistische Grundlagen und eine Bestimmungsliteratur für die wichtige Gruppe der Amphipoden (Flohkrebse; Amphipoda: Crustacea) der Schweiz. Die Artenvielfalt und die Verbreitung von Amphipoden in der Schweiz waren bisher schlecht dokumentiert. Für die Bestimmung und für faunistische Angaben musste auf veraltete Arbeiten (z. B. Carl, 1923; Chevreux & Fage, 1925; Schellenberg, 1942; Hynes, 1957; Vornatscher, 1965) und/oder auf Arbeiten aus benachbarten Ländern zurückgegriffen werden (z. B. Pöckl, 1988; Karaman, 1993; Ginet, 1995; Eggers & Martens, 2001; Amann, 2003; Eiseler, 2010; Piscart & Bollache, 2012; Zettler & Zettler, 2017). Keine dieser Arbeiten deckt jedoch alle in der Schweiz vorkommenden Arten ab, was zur Folge hatte, dass Amphipoden in gewässerökologischen Untersuchungen bisher oft nur auf Familienoder Gattungsniveau, und nicht auf die Art bestimmt wurden (Stucki, 2010; Koordinationsstelle BDM, 2014; Kunz et al., 2016).

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